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Kurkuma

Antioxidantien helfen bei der Vorbeugung der Entwicklung chronischer Krankheiten. Gängige Beispiele sind Verbindungen, die speziell aus Pflanzen gewonnen werden, z. B. Kurkumin aus der Wurzel des Gewürzes Kurkuma oder Carnosol, das aus Rosmarin oder Salbei gewonnen wird.

Kurkumawirkstoff

Hämoxygenase 1, auch HO-1 genannt, ist ein Enzym, das den Abbau von Hämoxygenase katalysiert und für den Stoffwechsel von Hämoglobin - dem sauerstofftragenden Molekül des Blutes - entscheidend ist. HO-1 hilft, oxidativen Stress zu reduzieren und besitzt daher entzündungshemmende Wirkungen. Es wird durch kurze DNA-Sequenzen reguliert, die als antioxidative Response-Elemente (ARE) bekannt sind und in Zeiten oxidativen Stresses aktiviert werden. Es gibt jedoch auch andere Wirkmechanismen, die HO-1 aktivieren können. Ein solches Beispiel ist Polyphenol, eine Substanz, die in pflanzlichen Produkten vorkommt. Polyphenole und ähnliche Substanzen können die Expression des HO-1-Gens hochregulieren und damit direkt die gewünschte entzündungshemmende Wirkung hervorrufen.

Vorteile des Kurkumins

Hier kommt Kurkumin ins Spiel. Der Verlauf vieler neurologischer, kardiovaskulärer, metabolischer, endokriner und auch dermatologischer Erkrankungen kann durch die breite pharmakologische Wirkung von Kurkumin positiv beeinflusst werden. (2) Reines Kurkumin hat eine schlechte Bioverfügbarkeit, d. h. die Menge, die tatsächlich über den Magen-Darm-Trakt vom Körper aufgenommen wird, ist sehr gering; der Einsatz von Kurkumin-Nanopartikeln oder Phospholipid-Komplexen verbessert jedoch die Bioverfügbarkeit und erhöht das therapeutische Potenzial.

Wie wirkt Kurkuma?

In einer In-vitro-Studie an Psoriasis-Patienten von Ford AR et al. (1) wurde gezeigt, dass Carnosol und Kurkumin die Reifung dendritischer Zellen hemmen und die Freisetzung proinflammatorischer Zytokine, also entzündungsauslösender Substanzen, unterdrücken können. Darüber hinaus zeigte die Studie, dass auch die Aktivierung wichtiger weißer Blutkörperchen, in diesem Fall T-Zellen, gehemmt wurde. Wichtige pro-inflammatorische Zytokine, wie IL-17, IL-22 und Interferon Gamma, werden durch Kurkumin gehemmt. Eine weitere Publikation, die diese Effekte zeigt, findet sich in der Arbeit von Campbell NK und Kollegen (3).

Fazit

Zusammenfassend deuten die Ergebnisse wissenschaftlich publizierter Studien darauf hin, dass Kurkumin in vitro positive Effekte auf entzündliche Prozesse hat und somit auch als Nahrungsergänzungsmittel positive Effekte im Körper haben kann.

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Literaturverzeichnis

1. Campbell NK, Fitzgerald HK, MalaraA, Hambly R, Sweeney CM, Kirby B, Fletcher JM, Dunne A. Naturally derived Heme-Oxygenase 1 inducers attenuate inflammatory responses in human dendritic cells and T cell: relevance for psoriasis treatment. Sci Rep. 2018 Jul 6;8(1):10287

2. Patel SS, Acharya A, Ray RS, Agrawal R, Raghuwanshi R, Jain P. Cellular and molecular mechanisms of curcumin in prevention and treatment of disease. Crit Rev Food Sci Nutr. 2019

3. Ford A, Siegel M, Bagel J, CordoroKM, Garg A, Gottlieb A, Green LJ, Gudjonsson JE, Koo J, Lebwohl M, Liao W, Mandelin AM 2nd, Markenson JA, Mehta N, Merola JF, Prussick R, Ryan C, Schwartzman S, Siegel EL, Van Voorhees AS, Wu JJ, Armstrong AW. Dietary recommendations for adults with poriasis or psoriatic arthritis from the medical board of the National Psoriasis Foundation: A systematic review. JAMA Dermatol. 2018 Aug 1;154(8):934-950.