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MEDILOGIN | Aesthetic Medical Academy

Hautpflege durch Olivenöl

Der Ursprung des Olivenbaums reicht bis zu den Anfängen der aufgezeichneten Menschheitsgeschichte zurück. So zeigen archäologische Funde, dass die Wildform des Baumes bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. in Syrien verwendet wurde. Der Olivenbaum galt als Baum des Lebens und der Olivenzweig wurde als Zeichen des Friedens verwendet, nicht nur in der biblischen Geschichte von der Arche Noah, sondern auch unter den Antiken.

Wie sieht die Struktur des Olivenöls aus?

Inhaltsstoffe des Olivenöls

Olivenöl besteht hauptsächlich aus Glycin-verknüpften Fettsäuren – den Triglyceriden. Dazu gehören insbesondere Ölsäure, Palmitinsäure, Linolsäure sowie geringe Mengen an Stearinsäure und Palmitoleinsäure. Darüber hinaus enthält es geringe Mengen an Phospholipiden, Carotinoiden und den für die Haut sehr wichtigen Vitaminen A und E.

Auf die Eigenschaften und Wirkungen der Vitamine A und E wird in einem separaten Artikel näher eingegangen. Natürliches Olivenöl (nativ und unbehandelt) enthält außerdem die Antioxidantien Oleocanthal und Oleuropein.

Vorgbeugung gegen Entzündungen

Oleocanthal ist ein natürlich vorkommender, nicht-selektiver Inhibitor der Cyclooxygenase, einem Schlüsselenzym für die Regulation von Entzündung und Schmerz.

Botenstoffe wie Prostaglandine, die für die Schmerzübertragung und die Ausbreitung von Entzündungen verantwortlich sind, können in Gegenwart von Oleocanthal nicht gebildet werden.

Hierdurch wird die Entzündungsreaktion verhindert (1). Dieser Mechanismus ist ähnlich wie die Wirkung des Medikaments Ibuprofen.

Gesundheitliche Aspekte des Olivenöls

Krebshemmende Wirkung

Oleuropein hat auch besondere Eigenschaften. Die von einem wissenschaftlichen Gremium ermittelten Daten weisen darauf hin, dass Oleuropein sowohl allein als auch in Kombination mit einem Chemotherapeutikum eine in-vitro (d. h. in Kulturzellen) krebshemmende Wirkung bei hochmetastasierten Osteosarkomen (einer Art von Knochenkrebs) hat (2).

Schutz vor UVB-induziertem Hautkrebs

Eine andere Studie, die 2017 veröffentlicht wurde, zeigte einen antioxidativen Schutz gegen den Zelltod von Keratinozyten (Zellen der oberen Hautschicht), die einer UVB-Strahlung ausgesetzt waren. Dies legt nahe, dass der Verzehr von nativem Olivenöl helfen kann, UVB-induzierten Hautkrebs zu verhindern (3).

Olivenöl - mehr als nur Hautpflege und Schutz

Aufbau der Haut

Zwischen den Zellen der Hornschicht der Haut befinden sich interzelluläre Lipide (Fette), die die Keratinozyten umgeben. Diese Lipide bestehen aus Ceramiden, freien Fettsäuren und Cholesterin. Dadurch entsteht eine wasserabweisende und fettliebende Grenzzone, die die Durchlässigkeit unserer Haut reduziert.

Hautpflege

Aufgrund seiner chemischen Struktur kann Olivenöl in die Hornschicht eindringen und deren Geschmeidigkeit und Schutzfähigkeit verbessern. Die Fettsäuren sind ideale Träger für fettlösliche Stoffe, darunter die Vitamine A und E. Die anderen im Olivenöl enthaltenen therapeutischen Inhaltsstoffe durchdringen die Schutzschicht und können ihre Wirkung tief in der Haut entfalten.

Cremes zur idealen Hautpflege

Die direkte Verwendung von reinen Ölen zur Hautpflege kann eher komedogen sein und dadurch Unreinheiten verursachen. Besser geeignet ist eine Mischung aus verschiedenen Fetten in einer Creme, die die wohltuenden Eigenschaften des Olivenöls mit optimaler Löslichkeit verbindet.

Inhaltsverzeichnis

Literaturverzeichnis

  1. Beauchamp GK, Keast RS, Morel D, Lin J, Pika J, Han Q, Lee CH, Smith AB, Breslin PA.: Ibuprofen-like activity in extra-virgin olive oil. Nature, 2005, S. 45.
  2. Przychodzen P, Wyszkowska R, Gorzynik-Debicka M, Kostrzewa T, Kuban-Jankowska A, Gorska-Ponikowska M. Anticancer potential of oleuropein, the polyphenol of olive oil, with 2-methoxyestradiol, separately or in combination, in human osteosarcoma cells. Anticancer Res. 2019 Mar;39(3):1243-1251.

  3. Salucci S, Burattini S, Buontempo F, Martelli AM, Falcieri E, Battistelli M. Protective effect of different antioxidant agents in UVB-irradiated keratinocytes. Eur J Histochem. 2017 Sep 18;61(3):2784.