Dürfen Zahnärzte Botulinumtoxin injizieren?

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Die Injektion von Botulinumtoxin ist eine effektive Methode gegen das Zähneknirschen, welches auch als Bruxismus bezeichnet wird. Das Medikament kann außerhalb der bekannten Zulassungen unter dem sogenannten Off-Label-Use zur Faltenbehandlung genutzt werden.

Wirkungsmechanismus des Botulinumtoxins

Bei Botulinumtoxin handelt es sich um ein Neurotoxin, einen nervenaktiven Stoff, der in den Nerven vorrübergehend die Übertragung von Neurotransmittern blockiert. Hierzu kommt es aufgrund einer starken Anbindung von Botulinumtoxin an die Nervenendungen, wodurch diese blockiert werden und sich keine Impulse mehr auf die Muskelfasern übertragen lassen. Dies hat zur Folge, dass der Muskel sich nicht mehr bewegen kann und erschlafft.

Therapien mit Botulinumtoxin

Die Behandlung mit Botulinumtoxin kann bei verschiedenen Krankheitsbildern und ästhetischen Eingriffen zum Einsatz kommen. Dazu zählen Augenzittern, Schielen, Migräne, Schluckkrämpfe Muskel- bzw. Gefäßkrämpfe und eine übermäßige Schweißsekretion.

Die sympathetischen Nerven regulieren das Ausmaß der Schweißabsonderung, wobei Acetylcholin die Impulse an die Schweißdrüsen überträgt. Hier wirkt das Botulinumtoxin, um das vermehrte Schwitzen zu unterbinden. Dies hat zur Folge, dass die Übertragung der Nervenimpulse zu den Schweißdrüsen für etwa 3-6 Monate blockiert wird.

Darf ein Zahnarzt Botulinum injizieren?

Ob die Behandlung mit Botulinumtoxin von einem Zahnarzt durchgeführt werden darf, hängt davon ab, ob es sich bei dem Eingriff um die Ausübung der Heilkunde handelt. Sollte dies der Fall sein, so muss geklärt werden, ob diese Heilbehandlung in den Bereich der Zahnheilkunde fällt.

Zahnheilkundegesetz

Die Tätigkeit der Zahnheilkunde ist durch § 1 Abs. 3 Zahnheilkundegesetz (ZHG) definiert. Demnach ist die Ausübung durch die Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten festgelegt. Wenn Falten in weiter entfernten Regionen unterspritz werden sollen, wie an den Augen oder im Stirnbereich, so fallen diese Körperregionen nicht mehr in den Bereich der Zahnheilkunde und dürfen somit nicht vom Zahnarzt behandelt werden.

Botulinumtoxin in der Heilkunde

Der Begriff der Heilkunde ist durch das Heilpraktikergesetzt definiert und dient der Feststellung, Heilung oder Linderung von Schmerzen. Da die rein ästhetische Unterspritzung von Falten in erster Linie nicht diesen Leitsätzen entspricht, wurde hier der Begriff weiter ausgedehnt und umfasst zusätzlich Behandlungen die ärztlichen Fachkenntnisse vorrausetzten und gesundheitliche Schäden verursachen können. Die Behandlung mit Botulinumtoxin setzt anatomische Kenntnisse voraus und ist dementsprechend eine Heilbehandlung.

Nebenwirkungen

Die Behandlung mit Botulinumtoxin kann Nebenwirkungen mit sich führe, wie kleine Blutergüsse oder Funktionsstörungen von Nerven. Auch Allergien oder Überempfindlichkeiten, beispielsweise gegen das Medikament oder das Betäubungsmittel können auftreten.

Inhaltsverzeichnis

Besonderheiten dunkler Haut

Dunkle Haut ist voluminös und reich an Kollagen, andererseits treten häufiger einzigartige Probleme hinsichtlich Narbenbildung und Pigmentierung auf. Die einzigartigen strukturellen...

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Literaturverzeichnis

  1. Artikel in DZW „Zahnarzt-verliert-Approbation-nach-Botoxbehandlungen” Tim Oehler
  2. Sommer, B., G. Sattler: Botulinumtoxin in der ästhetischen Medizin 2006 Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart
  3. S1-Leitlinien Definition und Therapie der primären Hyperhidrose der Deutschen
  4. Artikel Lex medicorum „Dürfen Zahnärzte Botox spritzen“ von 2011

Behandlung der Hyperhidrose mit Botulinum

Hyperhidrose Behandlung mit Botox

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Bei einer Hyperhidrose handelt es sich um eine pathologisch erhöhte Schweißproduktion, die generalisiert oder lokal auftreten kann. Von der örtlichen Hyperhidrose sind häufig die Handinnenflächen, Fußsohlen, Achselhöhlen oder aber der Kopf, insbesondere der Stirnbereich, betroffen.

Formen der Hyperhidrose

Man unterscheidet zwischen der primären, sprich angeborenen Hyperhidrose und der sekundären Form, welche die Folge einer Krankheit ist. Die primäre Form manifestiert sich typischerweise bereits im Kindes- oder Jugendalter. Die Hyperhidrose äußert sich in der Regel fokal in einem oder mehreren Arealen mit beidseitigem, symmetrischem Bild und tritt mindestens einmal pro Woche auf.

Ursachen des übermäßigen Schwitzens

Bei der sekundären Form dagegen kann es sich um Folgen von hormonellen Ursachen, Hyperthyreosen, einem Hypopituitarismus, Arzneimitteln, einer Hypoglykämie, chronischen Infekten, Malignomen, Übergewicht oder psychischen Problemen handeln.

Schweregrad der Hyperhidrose Erkrankung

Die Hyperhidrose kann zur Orientierung in drei Schweregrade an Hand- und Fußflächen sowie den Achseln eingeteilt werden. Eine leichte Hyperhidrose äußert sich dabei durch Schweißflecke von 5-10cm Durchmesser, eine mäßig starke Hyperhidrose manifestiert sich durch Schweißflecke von 10-20cm Durchmesser und bei der stärksten Form haben die Schweißflecke einen Durchmesser von mehr als 20cm.

Diagnostik

Im Rahmen der Diagnostik stehen mehrere Testmethoden zur Verfügung. Der bekanntesten Tests ist der Jod-Stärke-Test auch als Minor Test bekannt. Hierbei werden farbliche Abgrenzungen der betroffenen Körperstellen mithilfe einer speziellen Jod-Lösung generiert. Das schwitzende Hautareal wird zunächst sorgfältig getrocknet und anschließend mit Jod eingepinselt. Nach der Trocknung des Areals wird dieses mit Stärkepulver bestäubt. An Stellen mit übermäßiger Schweißabsonderung erscheint eine blauschwarze Färbung.

Wirkmechanismus des Botulinums

Die sympathetischen Nerven regulieren das Ausmaß der Schweißabsonderung wobei Acetylcholin, ein Botenstoff des Nervensystems, die Impulse an die Schweißdrüsen überträgt. Hier wirkt das Botulinumtoxin, um das vermehrte Schwitzen zu unterbinden. Botulinumtoxin ist ein Neurotoxin, das in den Nerven vorrübergehend die Übertragung von Botenstoffen blockiert.

Hierzu kommt es, indem die starke Anbindung von Botulinumtoxin an die Nervenendungen, diese blockieren und so die Weiterleitung von Impulsen auf die Muskelfasern verhindern. Dies hat zur Folge, dass die Übertragung der Nervenimpulse zu den Schweißdrüsen für etwa 3-6 Monate blockiert wird. Die Schweißbildung wird dadurch fast vollständig unterdrückt.

Ablauf der Therapie von Hyperhidrose

Das Botulinumtoxin wird mit einer sehr feinen Nadel in den betroffenen Bereich injiziert. Dabei werden mehrere Stellen des zu behandelnden Areals punktiert. Durch das Einbringen des Botulinumtoxins, kann es zu einem leichten Spannungs- und Einstichschmerz kommen. Der Stich selbst ist anschließend kaum noch sichtbar.

Das Auftreten kleinerer Blutungen oder Rötungen um die Einstichstelle ist, wie bei jeder anderen örtlichen Injektion, möglich. In manchen Fällen kommt es zu kleinen blauen Flecken. Das Ergebnis ist nach etwa 3-7 Tagen zu beobachten und hält für bis zu 6 Monaten an. 

Zugelassene Präparate

Das einzig zugelassene Präparat in Deutschland für die Behandlung der Achseln ist Botox®. Die Behandlung der Hände, Füße und weitere Lokalisationen erfolgen im sogenannten Off Lable Use. Das bedeutet, dass zugelassene Medikamente für eine nicht zugelassene Indikation verwendet werden. Die Verwendung sollte daher nur erfolgen, wenn diese begründet und medizinisch notwendig ist.

Nebenwirkungen

Die Behandlung mit Botulinumtoxin kann Nebenwirkungen mit sich ziehen, wie kleine Blutergüsse oder Zunahme der Schweißbildung in anderen Arealen. Des Weiteren können meist vorrübergehende, aber auch dauerhafte Funktionsstörungen von Nerven wie Missempfindungen und Gefühlsstörungen auftreten.

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Besonderheiten dunkler Haut

Dunkle Haut ist voluminös und reich an Kollagen, andererseits treten häufiger einzigartige Probleme hinsichtlich Narbenbildung und Pigmentierung auf. Die einzigartigen strukturellen...

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Literaturverzeichnis

  1. Sommer, B., G. Sattler: Botulinumtoxin in der ästhetischen Medizin 2006 Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart
  2. S1-Leitlinien Definition und Therapie der primären Hyperhidrose der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft Stand 2012

Was ist Hyaluronsäure?

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Hyaluronsäure ist ein Molekül auf Zuckerbasis, das in unserem Körper weit verbreitet ist. Es ist wichtig für die Bindung von Wasser, das Zellwachstum sowie die Funktion von Membranrezeptoren und Adhäsion. Sie ist eine genetisch sehr konservierte Substanz.

Was ist Hyaluronsäure?

In der Haut ist Hyaluronsäure vorwiegend in der tiefen Schicht, der sogenannten Dermis, lokalisiert, wo die Zellen nicht so dicht gepackt sind. In dieser Schicht finden wir auch Kollagen- und Elastinfasern, die der Haut ihre Elastizität verleihen. Als Teil des Alterungsprozesses kommt es zu einer physiologischen Abnahme des Hyaluronsäuregehalts.  Dieser Prozess kann z.B. durch chronische Sonneneinstrahlung beschleunigt werden.

Wirkmechanismen und evidenzbasierte Medizin

Hyaluronsäure ist auch in der Lage, die Zellmotilität zu erhöhen, indem sie verschiedene Zellrezeptoren aktiviert, um die Zellmigration während der Wundheilung zu fördern. Diese Eigenschaft macht sie besonders geeignet als feuchtigkeitsspendende Substanz in gealterter Haut, sei es aufgrund einer genetischen Veranlagung oder aufgrund äußerer Faktoren (1-4).

Die positiven Effekte topisch applizierter Hyaluronsäure auf den dermalen Bindegewebsstoffwechsel und die antioxidative Kapazität der Hyaluronsäure haben die Popularität dieser Substanz wachsen lassen, was zu ihrer verstärkten Verwendung im Bereich der Kosmetik geführt hat.

Hautelastizität durch Hyaluronsäure

Neuere Studien zur täglichen Anwendung von Hyaluronsäure-Cremes über einen Zeitraum von drei Monaten zeigten, dass die Tiefe der perioralen und periorbitalen Falten in allen getesteten Gruppen signifikant um ca. 10-20% abnahm, während die Hautstraffheit in allen Gruppen signifikant um ca. 13-30% zunahm.

Die Faltentiefe wurde mit einem computergestützten Oberflächenmessverfahren gemessen, das auf optischen 3D-Messmethoden basiert. Die Hautfestigkeit und -elastizität wurde mit einem Cutometer gemessen, einem Instrument, das physikalische Eigenschaften der Haut, wie z. B. die Elastizität, misst (5).

Wie soll Hyaluronsäure angewendet werden - Serum oder Creme?

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, dass Hyaluronsäure die Hautbarriere durchdringt, um in die Dermis zu gelangen. Deshalb muss sie in einer fragmentierten Form formuliert werden. Nach der Fraktionierung ermöglicht das niedrige Molekulargewicht eine leichtere Penetration in die Haut. Sobald es die Tiefe erreicht hat, in der sich die Kollagen- und Elastinfasern befinden, kann es Wasser binden, die Hautelastizität verbessern und Hautfalten abmildern.

Serum

Wie bereits erwähnt, ist es wichtig, dass Hyaluronsäure die Hautbarriere durchdringt, um in die Dermis zu gelangen. Deshalb muss sie in einer fragmentierten Form formuliert werden. Nach der Fraktionierung ermöglicht das niedrige Molekulargewicht eine leichtere Penetration in die Haut. Sobald es die Tiefe erreicht hat, in der sich die Kollagen- und Elastinfasern befinden, kann es Wasser binden, die Hautelastizität verbessern und Hautfalten abmildern.

Gesichtscreme

Für eine stärker feuchtigkeitsspendende Wirkung, wie z. B. bei zu Trockenheit neigender Haut, kann eine Gesichtscreme aufgetragen werden. Gesichtscremes sind auch "Feuchtigkeitsspender", weil sie zwei Gruppen von Wirkstoffen enthalten, die die Hydratation der obersten Hautschicht erhöhen. Diese okklusiven und feuchtigkeitsspendenden Substanzen bilden eine Verdunstungsbarriere, indem sie der Haut helfen, Wasser zu binden. Darüber hinaus enthalten Gesichtscremes kosmetische Präparate, die Emollients genannt werden und raue Hautoberflächen glätten.

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Besonderheiten dunkler Haut

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Literaturverzeichnis

  1. Kerscher M, Bayrhammer J, Reuther T. RejuvenatingInfluenceof a StabilizedHyaluro- nicAcid-Based Gel ofNonanimal Origin on Facial Skin Aging. DermatolSurg. 2008; 34:1–7
  2. Trommer H, Neubert RH. Screening fornewantioxidativecompoundsfortopical ad- ministrationusingskinlipidmodelsystems. J PharmPharmSci. 2005; 8(3):494–506
  3. Weindl G, Schaller M, Schäfer-Korting M, Korting HC.Hyaluronicacid in thetreatmentandpreventionofskindiseases: mo- lecularbiological, pharmaceuticalandclinicalaspects. Skin PharmacolPhysiol. 2004; 17(5):207–213
  4. Wiest L, Kerscher M. Native hyaluronicacid in dermatology – resultsof an expert meeting. J DtschDermatol Ges.2008; 6(3):176–180
  5. Poetschke J, Schwaiger H, Steckmeier S, Ruzicka T, Gauglitz GG. Anti-wrinklecreamswithhyaluronicacid: howeffectivearethey? MMW Fortschr Med. 2016 May 25;158 Suppl 4:1-6.
  6. Schlesinger T, Rowland Powell C. EfficacyandSafetyof a Low MolecularWeightHyaluronicAcidTopical Gel in the Treatment of Facial Seborrheic Dermatitis Final Report. J ClinAesthetDermatol. 2014 May; 7(5): 15–18.

Eigenschaften der Rosskastanie auf die Haut

Rosskastanie

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Die Rosskastanie, auch Aesculus hippocastanum genannt, ist eine Pflanze. Ihre Samen, Rinde, Blüten und Blätter haben medizinische Eigenschaften. Rosskastaniensamen können so verarbeitet werden, dass die aktiven Chemikalien extrahiert und konzentriert werden.

Inhaltsstoffe der Rosskastanie

Das Ergebnis ist Aescin, ein Extrakt, der eine starke Anti-Aging-Verbindung ist und durch seine antioxidativen Eigenschaften starke zellschützende Effekte hat (1).

Darüber hinaus ist sie auch reich an einer Reihe von Flavonoiden. Das Wort Flavonoid (oder Bioflavonoid) kommt von dem lateinischen Wort flavus, was gelb bedeutet, ihre natürliche Farbe. Es ist eine Klasse von sekundären Pflanzen- und Pilzmetaboliten. Flavonoide sind starke Antioxidantien mit entzündungshemmenden und immunsystemfördernden Eigenschaften.

Historisch gesehen wurden sie in der chinesischen und ayurvedischen Medizin verwendet, da sie mit dem Schutz der Haut, des Gehirns und der Vorbeugung von Diabetes in Verbindung gebracht wurden. Darüber hinaus sind Flavonoide auch für ihre positiven Effekte hinsichtlich der Blutdruckregulierung bekannt.

Evidenzbasierte Medizin

Eine Studie, die in einer renommierten Zeitschrift wie Lancet veröffentlicht wurde, berichtete über die schützende Wirkung der Rosskastanie auf die Blutgefäße. Konkret zeigte diese Studie bei Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz, dass die Rosskastanie, oral eingenommen, die Mikrozirkulation anregt und die Blutgefäße stärkt (2).

Wirksamkeit des Rosskastienextrakts

Die Wirksamkeit des Rosskastanienextrakts beruht auf der Verringerung von Ödemen (d.h. Schwellungen aufgrund von Wassereinlagerungen im Gewebe außerhalb der Blutgefäße).  Dies wurde in mehreren klinischen Studien bei Patienten mit chronisch venöser Insuffizienz berichtet (3,4). 

Ein möglicher Mechanismus, der von einigen Autoren vorgeschlagen wird, ist, dass Rosskastaniensamenextrakt eine hemmende Wirkung auf die kapillare Proteinpermeabilität hat, was bedeutet, dass wichtige Proteine nicht aus den Gefäßen verloren gehen und somit die Entwicklung von Ödemen vermieden wird (5).

Spurenelemente

Außerdem enthalten die Blätter der Rosskastanienpflanze neben anderen Spurenelementen auch Zink. Dieses chemische Element ist eine ernährungsphysiologisch grundlegende Verbindung, die die Immunantwort moduliert und antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften hat. Es verzögert auch oxidative Prozesse, die für die Alterung verantwortlich sind (6, 7). Dies führt zu dem Schluss, dass die Rosskastanie positive Auswirkungen auf unseren Organismus haben kann.

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Literaturverzeichnis

  1. Tsutsumi S, Ishizuka S. Anti-inflammatory effects of the extract of Aesculus hippocastanum L. (horse chestnut) seed. Shikwa Gakuho. 1967 Nov;67(11):1324-8.

  2. Diehm C, Trampisch HJ, Lange S, Schmidt C. Comparison of leg compression stocking and oral horse-chestnut seed extract therapy in patients with chronic venous insufficiency. Lancet. 1996 Feb 3;347(8997):292-4.

  3. Rudofsky G, Neiss A, Otto K, Seibel K. Ödemprotektive Wirkung und klinische Wirksamkeit von Venostasin retard im Doppelblindversuch. Phlebol Proktol 1986; 15: 47-54.
  4. Steiner M,Hillemanns HG..Untersuchung zur ödemprotektiven Wirkung eines Venetherapeutikums. MünchMedWochenschr 1986;31: 551-52.

  5. Kreysel HW, Nissen HP, Enghofer E. A possible role of lysosomal enzymes in the pathogenesis of varicosis and the reduction in their serum activity by Venostasin. Vasa 1983; 12: 377-82.

  6. Kim ND, Fergusson JE. Seasonal variations in the concentrations of cadmium, copper, lead and zinc in leaves of the horse chestnut (Aesculus hippocastanum L.). Environ Pollut. 1994;86(1):89-97.

  7. Jarosz M, Olbert M, Wyszogrodzka G, Młyniec K, Librowski T. Antioxidant and anti-inflammatory effects of zinc. Zinc-dependent NF-κB signaling. Inflammopharmacolog. 2017 Feb;25(1):11-24.

Hautreinigung für verscheidene Hauttypen

Hautreinigung

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Der Schlüssel zu einer sanften Reinigung ist, mit einem milden Produkt zu beginnen und zu häufiges Waschen zu vermeiden. Die chemische Struktur, der pH-Wert und die Reinigungsfähigkeit sind für ein gutes Reinigungsprodukt, welches individuell auf den eignen Hauttyp abgestimmt werden sollte, entscheident.

Die Geschichte der Reinigung

Die ersten Belege für die Herstellung von Seife finden sich in der antiken Zivilisation der Sumerer, die im 3. Jahrtausend v. Chr. in der Gegend von Sumer in Südmesopotamien lebten. Es wird vermutet, dass sie die reinigende Wirkung der alkalischen Mischung übersehen haben und sie als Heilmittel für Verletzungen verwendeten.

Ägypter und Griechen übernahmen die Anweisungen für die chemische Rezeptur, aber die reinigende Wirkung der Seife wurde erst von den Römern festgestellt (1). Im 17. Jahrhundert verhalf der französische König Ludwig XIV. der Seife zu einer neuen Hochphase, indem er die besten Seifenmacher nach Versailles holte. Vier Jahrhunderte später lebt die traditionelle Olivenölseifenherstellung in Marseille und in vielen Mittelmeerländern weiter.

Chemische Funktionen von Seife und Syndets

Seife

Seifenmoleküle verdanken ihre Eigenschaften der Tatsache, dass sie aus einem wasserabweisenden (hydrophoben) und einem wasseranziehenden (hydrophilen) Teil bestehen. Aus diesem Grund lösen sie sich nicht vollständig in Wasser, sondern bilden Mizellen und wirken als Tenside.

Tenside sind Stoffe, die die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit oder die Grenzflächenspannung zwischen zwei Phasen herabsetzen. Dadurch ermöglichen sie die Bildung von Dispersionen oder wirken selbst als Lösungsvermittler.

Syndets

Seifen entfernen jedoch nicht nur Schmutz, sondern auch einen Teil des natürlichen Fettfilms der Haut. Dies kann insbesondere bei zu häufigem Waschen zu rissiger, rauer Haut führen. Schutz vor diesem Zustand bieten Seifen mit hohem Glycerinanteil (2). Diese so genannten Syndets ("syn" von synthetisch und "det" von detergent) wirken wie eine Seife, sind aber oft hautfreundlicher, da ihr pH-Wert besser auf die Haut abgestimmt ist.

Welche Art von Produkten wird für die Reinigung empfohlen?

Es gibt viele Faktoren, einschließlich der chemischen Struktur, des pH-Werts und der Reinigungsfähigkeit, die für ein gutes Reinigungsprodukt entscheidend sind (3). Der Schlüssel zu einer sanften Reinigung ist, mit einem milden Produkt zu beginnen und zu häufiges Waschen zu vermeiden. Einige Produkte enthalten feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wie Aloe Vera, Provitamin B5 und Portulak, die auch entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. (Sehen Sie sich die Zitate in unserem Artikel über Panthenol an).

Was sind die Unterschiede zwischen Öl-/Balsam- und Schaumreinigern?

Eine der wichtigsten kosmetischen Zubereitungen ist die Öl-in-Wasser (O / W)-Emulsion, bei der eine Lipidphase in einer Wasserphase dispergiert ist. Die meisten Cremes für normale Haut bis Mischhaut bestehen in der Regel aus diesem Emulsionstyp. Sie zeichnen sich durch eine angenehme Anwendung aus, sind nicht fettig auf der Haut und ziehen schnell ein.

Schaumreiniger werden ebenfalls als Öl-in-Wasser-Emulsionen formuliert. Diese Formel ist jedoch nicht immer für trockene Haut geeignet, da die Haut nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird. In diesen Fällen wird ein mit Wasser-in-Öl (W / O) formulierter Öl- oder Balsamreiniger empfohlen, der Lipide enthält, in denen Wassertröpfchen verteilt sind.

Welche Reinigung eignet sich am besten für welchen Hauttyp?

Eine wichtige Säule der kosmetischen Behandlung der seborrhoischen Haut ist die gründliche, aber schonende Reinigung der Haut, da zu aggressive Reinigungsmaßnahmen eine Verschlimmerung der Seborrhoe verursachen können. Eine gut geeignete Formulierung für die Pflege der seborrhoischen Haut ist in der Regel die O / W-Emulsion. W / O-Emulsionen und -Salben sollten vermieden werden, um kosmetisch bedingter Akne, auch Acne cosmetica genannt, vorzubeugen (4).

Fazit

Unabhängig vom Hauttyp kann eine doppelte Reinigung zu einer Störung der Hautbarriere führen, da die natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren reduziert werden. Eine gute Alternative bietet die Kombination aus einem spezifischen Augenlidreiniger, z. B. einem Mehrphasenreiniger mit einer Mischung aus Wasser und Öl (5), und einem milden Schaumreiniger für den Rest von Gesicht, Hals und Körper. Der Zusatz von natürlichen Feuchtigkeitsfaktoren in einem Reinigungsprodukt ist wichtig, um die Integrität der Hautbarriere zu erhalten.

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Literaturverzeichnis

  1. Günter Wagner: Waschmittel: Chemie, Umwelt, Nachhaltigkeit. Wiley-VCH, Weinheim 2011, ISBN 978-3-527-64366-0, S. 163
  2. Prieto Vidal N, Adeseun Adigun O, Pham TH, Mumtaz A, Manful C, Callahan G, Stewart P, Keough D, Thomas RH. The Effects of Cold Saponification on the Unsaponified Fatty Acid Composition and Sensory Perception of Commercial Natural Herbal Soaps. Molecules. 2018 Sep 14;23(9).
  3. Strube DD, Nicoll G. The irritancy of soaps and syndets. Cutis. 1987 Jun;39(6):544-5.
  4. Jean L. Bolognia , Julie V. Schaffer , Lorenzo Cerronia. Dermatology. 4th Edition. Elsevier.
  5. Sung J, Wang MTM, Lee SH, Cheung IMY, Ismail S, Sherwin T, Craig JP. Randomized double-masked trial of eyelid cleansing treatments for blepharitis. Ocul Surf. 2018 Jan;16(1):77-83.

Hat Schafswolle heilende Wirkungen?

Wirkung der Heilwolle

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Bei Heilwolle handelt es sich um unbehandelte, naturbelassene Schafswolle. Diese enthält Wollwachs, welches auch als Lanolin bezeichnet wird. Es hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann dank der enthaltenen Wollwachsalkohole ein Vielfaches seines Volumens an Wasser aufnehmen. 

Geschichtlicher Hintergrund

Heilwolle ist schon lange für ihre wohltuende und heilende Wirkung bekannt.  Schon die Menschen der Antike wussten um diese Eigenschaften und machten sie sich zunutze.  Der griechische Arzt Dioskurides bezeichnete sie in seinen Schriften als "Oesypus", bei uns bekannt als Lanolin oder Wollwachs.  Er lobte die medizinischen Eigenschaften dieser Substanz. 

In den folgenden Jahrhunderten geriet das Wissen um die Heilkraft dieses Naturprodukts jedoch weitgehend in Vergessenheit. Im Jahr 1885 entdeckte der deutsche Pharmakologe Oskar Liebreich die besondere Verwendung von Wolle für Heilzwecke wieder.

Evidenzbasierte Medizin

Obwohl es nur eine begrenzte Anzahl von Beweisen gibt, wurde Kleidung aus Wolle traditionell als reizend für Personen mit atopischer Dermatitis angesehen und daher in der Vergangenheit bei Patienten mit dieser Erkrankung nicht empfohlen.  Tatsächlich haben Wollfasern jedoch vorteilhafte thermodynamische und feuchtigkeitstransportierende Eigenschaften (1).

Anwendung der Heilwolle bei Neugeborenen

Schafwolle wird seit Jahrhunderten bei Windeldermatitis eingesetzt, da sie eine Mikrozirkulation der Luft in der Windel ermöglicht, indem sie Wollschichten zwischen die Haut und die Windel legt. Die Wolle verhindert den direkten Kontakt von Urin und Stuhl mit der Haut. Dadurch ist die Haut nicht permanent feucht und es kommt zu weniger Reizungen durch Urin und Stuhl (2). Außerdem enthält Schafwolle Lanolin, eine Substanz, die sich positiv auf die Erholung der Haut auswirkt.

Welche Heilungseigenschaften hat Lanolin?

Lanolin ist ein gelbes Fett, das aus Schafwolle gewonnen wird (3). Im Laufe der Jahre wurde es topisch zur Behandlung von wunden Brustwarzen durch das Stillen verwendet. Lanolin kann gereinigt werden, indem Pestizid- und Waschmittelrückstände entfernt werden. Dies führt zu einer Verbesserung der Sicherheit und reduziert das allergene Potenzial (4). Dieses gelbe Fett besteht hauptsächlich aus Fettsäuren und Fettalkoholen.

Es hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann dank der enthaltenen Wollwachsalkohole ein Vielfaches seines Volumens an Wasser aufnehmen. Wollwachs hat hautpflegende, weichmachende, emulgierende, rückfettende, wasserabweisende und hautschützende Eigenschaften und fördert so die Hautreparatur. Aus diesen Gründen ist es eine hervorragende Substanz für die Pflege von wunden Brustwarzen und Lippen.

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Literaturverzeichnis

  1. Su JC, Dailey R, Zallmann M, Leins E, Taresch L, Donath S, Heah SS, Lowe AJ. Determining Effects of Superfine Sheep wool in INfantile Eczema (DESSINE): a randomized paediatric crossover study. Br J Dermatol. 2017 Jul;177(1):125-133
  2. http://www.babypedia.nl/index.php/Healing_wool
  3. Drugs and Lactation Database (LactMed) 2018
  4. Mohammadzadeh A, Farhat A, Esmaeily H. The effect of breast milk and lanolin on sore nipples. Saudi Med J. 2005;26:1231-4

Welche Behandlung bei Haarausfall?

Haarausfall

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Vermehrter täglicher Haarausfall, auch Effluvium genannt, kann physiologisch oder pathologisch bedingt sein. Beispiele für Letzteres sind Medikamentennebenwirkungen, Störungen der Schilddrüsenfunktion, Eisenmangel, Syphilis (eine sexuell übertragbare Krankheit) oder postpartales Effluvium.

Diffuses Effluvium - Wann sollten Patienten einen Arzt aufsuchen?

Ein Haarausfall von bis zu 100 Haaren pro Tag ist normal, mit erheblichen interindividuellen und saisonalen Schwankungen. Alles, was diesen Grenzwert überschreitet, kann untersucht werden. Die Verabreichung von Heparin führt oft vier Monate später zu einer Abnahme der Haardichte.

Hormonelle Veränderungen, z. B. nach Absetzen eines Verhütungsmittels oder im Wochenbett, können ebenfalls zu Haarausfall führen. Laboruntersuchungen auf Eisen, Ferritin (Eisentransporter), Schilddrüsenhormone und ein Syphilis-Screening-Test sollten durchgeführt werden.  In vielen Fällen kann eine Eisenmangelanämie, eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder in einigen Fällen eine syphilitische Infektion einen diffusen Haarausfall verursachen.

Was hilft bei Haarausfall?

Kalzium

Damit das Haar wachsen kann, benötigt die Kopfhaut grundlegende Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium. Eine gesunde Kopfhaut enthält eine ausreichende Menge dieser Nährstoffe. Ein Mangel an Kalzium oder Magnesium kann zu Haarausfall führen.

Eine Zufuhr dieser Nährstoffe allein über die Nahrung reicht oft nicht aus, um den bestehenden Mangel zu beheben. Bei erhöhtem Kalziumbedarf wie bei Haarausfall empfiehlt sich die Einnahme eines natürlichen und biologischen Nahrungsergänzungsmittels, das die fehlenden Nährstoffe liefert. Bestimmte Lebensmittel wie Nüsse, Mandeln, Sesam, Flachs, Feigen, Vollkornprodukte, Grünkohl, Chinakohl und Spinat sind gute Kalziumlieferanten.

Selen

Selen ist ein Spurennährstoff, der, auch wenn er nur in geringen Mengen benötigt wird, sehr wichtig für mehrere Körperfunktionen ist, unter anderem für ein gesundes Haarwachstum. Um eine Überdosierung von Selen zu vermeiden, ist es wichtig, es nur natürlich aus der Nahrung oder über Mineralstoffpräparate zu sich zu nehmen. Gute, natürliche und vegetarische Quellen für Selen sind Nüsse und Vollkornprodukte.

Jod

Jod kann Haarausfall verhindern, da es ein wichtiger Bestandteil der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin ist. Neben der Beeinträchtigung der Schilddrüse kann auch ein Jodmangel zu Haarausfall führen. Um auf natürliche Weise eine ausreichende Menge an Jod im Körper zu erhalten, sollte ein Ernährungsplan von Zeit zu Zeit Seefisch und/oder Algen enthalten. Außerdem sollte ein hochwertiges Meersalz oder Kristallsalz zum Würzen der Speisen verwendet werden. Jod ist in diesen Salzen zusammen mit anderen Mineralien natürlich enthalten.

Zink

Zink stimuliert das Haarwachstum. Es ist ein wichtiger Spurennährstoff, wenn es um die Gesundheit von Kopfhaut und Haaren geht, da ein Mangel daran zu Haarausfall führen kann. Keratin ist einer der Hauptbestandteile von Haut, Haaren und Nägeln. Zink ist an der Bildung von Keratin ebenso beteiligt wie an der Bildung von Kollagen. Auch die Form der Zellteilung, die zum Haarwachstum führt, funktioniert ohne Zink nicht, so dass dieser Spurennährstoff ein wichtiger Begleiter bei Haarausfall ist.

Vitamin D

Mikronährstoffe wie Vitamine spielen eine wichtige Rolle für die Funktion der Immunzellen und die normale Entwicklung der Haarfollikel. In einigen Studien wurde ein Vitamin-D-Mangel mit diffusem Haarausfall in Verbindung gebracht. Die wichtigste natürliche Quelle des Vitamins ist die Synthese von Cholecalciferol aus Cholesterin in der Haut durch eine chemische Reaktion, die von der UVB-Strahlung abhängig ist.

Dunkelhäutige Menschen sind möglicherweise weniger effizient bei der Herstellung von Vitamin D, weil Melanin in der Haut die Vitamin-D-Synthese behindert. Je dunkler die Haut und je schwächer das Sonnenlicht ist, desto mehr Expositionsminuten werden benötigt. Daher könnte die Einnahme von Vitamin D, je nach Haut-Phototyp und Sonnenexposition, den Haarausfall verbessern.

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Besonderheiten dunkler Haut

Dunkle Haut ist voluminös und reich an Kollagen, andererseits treten häufiger einzigartige Probleme hinsichtlich Narbenbildung und Pigmentierung auf. Die einzigartigen strukturellen...

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Literaturverzeichnis

  1. Bolognia JL, Schaffer JV, Cerroni L. Dermatology: 2-Volume Set, 4e Book. 2017.
  2. Wolff H, Fischer TW, Blume-Peytavi U. The Diagnosis and Treatment of Hair and Scalp Diseases. Dtsch Arztebl Int. 2016 May 27;113(21):377-86.
  3. Hoot J, Sadeghpour M, English JC 3rd. Nonscarring alopecia associated with vitamin D deficiency. Cutis. 2018 Jul;102(1):53-55.
  4. Almohanna HM, Ahmed AA, Tsatalis JP, Tosti A. The Role of Vitamins and Minerals in Hair Loss: A Review. Dermatol Ther (Heidelb). 2018
  5. Khalid AT, Moore CG, Hall C, Olabopo F, Rozario NL, Holick MF, Greenspan SL, Rajakumar K. Utility of sun-reactive skin typing and melanin index for discerning vitamin D deficiency. Pediatric Research (2017). 82 (3): 444–451.

Creme oder Serum zur Hautpflege?

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Die Haut hat in der Medizin schon immer eine wichtige Stellung eingenommen. Schon in den Schriften des Hippokrates finden sich Formeln zur Beseitigung der "Spuren des Alterns" wieder.  Die Haut, als größtes Organ des menschlichen Körpers, nimmt eine besondere Stellung im Alterungsprozess des Menschen ein (1). Heutzutage verwendet fast jeder täglich eine Feuchtigkeitscreme. Aber welche Tagesroutine ist die beste? 

Worin besteht der Unterschied zwischen Lotion und Serum?

Der Unterschied liegt in der galenischen Formulierung. Die galenische Rezeptur befasst sich mit den Prinzipien der Zubereitung und Kombination von Arzneimitteln, um deren Aufnahme zu optimieren. Der Begriff "Galenik" wurde nach Claudius Galen benannt, einem griechischen Arzt aus dem zweiten Jahrhundert, der die Zubereitung von Arzneimitteln mit mehreren Inhaltsstoffen kodifizierte.

Er beschrieb zahlreiche kosmetische Präparate, unter anderem seine berühmte Cold Cream (unguentum refrigerans), die unter den römischen Frauen seiner Zeit sehr beliebt war, um die Auswirkungen des Alterns zu lindern (2). Diese sogenannten "Cold Creams" sind instabile Wasser-in-Öl-Emulsionen, die auf der Haut brechen und sich entmischen. So kommt es kurz nach dem Auftragen der Cold Cream zu einer verstärkten Abgabe von Wasser aus dem Präparat.

Wirksamkeit durch die Gesamtformulierung

Eine gut formulierte und auf den Hautzustand abgestimmte Grundierung hat nachweislich viele positive Auswirkungen auf die Haut, während eine zu reichhaltige Grundierung auf seborrhoischer Haut zu Ausbrüchen, der so genannten Akne cosmetica, führen kann.

Zudem ist die Wirksamkeit vieler Pflegestoffe stark von der Gesamtformulierung abhängig: Bei einer Wasser-in-Öl-Emulsion oder Vaseline wird nur eine mäßige Penetration von Vitamin E in die Haut erreicht. Wird beispielsweise eine Mikro- oder Nano-Emulsion verwendet, kann die Wirkung deutlich optimiert werden (3). Deshalb ist nicht jede Gesichtscreme gleich, auch wenn sie mit den gleichen Hauptinhaltsstoffen beworben wird. 

Seren zur Gesichtspflege

Eine Formel, die eine hohe Wirkstoffkonzentration ermöglicht, ist das sogenannte Serum, ein dünnflüssiges Gel. Außerdem spendet ein Serum sehr viel Feuchtigkeit und zieht daher schnell ein. Die aufpolsternde Wirkung von Anti-Aging-Seren ist daher sofort sichtbar. Seren enthalten jedoch kaum feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe.

Hautpflege durch die Kombination aus Serum und Creme

Hautpflegeprodukte, die den Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöhen sollen, gehören zu den meistverkauften Hautpflegeprodukten. Der Einsatz von Feuchthaltemitteln ist nicht nur ein wesentliches Prinzip der feuchtigkeitsspendenden und rehydrierenden Pflege trockener Haut, sondern auch der Behandlung und vorbeugenden Pflege gealterter Haut.

Sie ergänzen die natürliche Barriere der Haut, schützen vor Austrocknung und können durch diskrete Quellung der obersten Hautschicht, des so genannten Stratum corneum, feine Linien glätten (4). Aus diesem Grund wird eine Hautpflegeroutine empfohlen, die auf der Anwendung eines Serums und der anschließenden Hydratation mit einer Creme basiert.

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Literaturverzeichnis

  1. Kerscher M. Dermatokosmetik. Steinkopff Verlag. 2009.
  2. Pai-Dhungat JV, Parikh F. Claudius Galen (130-201 A.D.). J Assoc Physicians India. 2015 Mar;63(3):21-2.
  3. Martine MC, Bobin MF (1984) Role des micro- émulsions dans l-absorption percutanée de l’alpha-tocophérole. J Pharm Belg 39:348–354
  4. Böni R, Burg G. Altershaut: physiologische Grundlagen, prophylaktische Maßnahmen und Therapieansätze. Schweiz Med Wochenschr 2000. 130:1272–1278

Die Kunst des Peelings

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Gesichtspeelings sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden - und das zu Recht, denn ein richtig gewähltes und durchgeführtes Peeling verbessert nicht nur das Aussehen der Haut, sondern fördert auch die Zellerneuerung und kann so die Elastizität der Haut opimieren. Das Ziel der Behandlung liegt in der Entfernung von Hautunreinheiten und der Verfeinerung des Hauttons durch die Reduzierung der Größe und Sichtbarkeit der Hautporen. Das Ergebnis ist eine straffere, reinere und sichtbar erfrischte Haut.

Terminologie

Viele wissen vielleicht nicht, dass sich der Terminus Peeling sowohl auf kosmetische als auch auf dermatologische Behandlungen bezieht, die in Form von mechanischen, chemischen oder Laser-Peelings erfolgen können. Das Laser-Peeling ist eine Hauterneuerungsbehandlung und hat wie alle Peeling-Formen das Potenzial, die Haut zu schädigen, wenn es falsch durchgeführt wird. Im Falle eines chemischen Peelings kann das Verwenden falscher Substanzen zu einer Hautirritation führen.

Welches Peeling ist für Deine Haut geeignet?

Im Allgemeinen sind mechanische Peelings gut verträglich und für die meisten Hauttypen geeignet. Sie funktionieren über winzige Partikel, die in topische Cremes eingearbeitet sind und beim Auftragen und Einmassieren in die Haut die Unreinheiten in der oberflächlichen Schicht abreiben. Vor allem abgestorbene Hautzellen, Schmutz und feine Partikel können durch sanften Druck während der Massage entfernt werden.

Die Form, Größe und Härte der Partikel bestimmen die Intensität des Peelings. Je weicher, kleiner und runder die Partikel sind, desto sanfter ist das Peeling. Härtere Partikel, die groß sind und raue Kanten haben, üben eine stärkere mechanische Kraft aus und führen zu einer intensiveren Behandlung.

Die richtige Zusammensetzung des Peelings für den individuellen Hauttyp

Neben den physikalischen Eigenschaften der Partikel ist auch ihre Zusammensetzung wichtig. Mikroperlen aus Kunststoff sind besonders schädlich und werden leider immer noch häufig verwendet. Obwohl sie seit 2013 nicht mehr in Zahnpflegeprodukten enthalten sein dürfen, gibt es kein solches Verbot für Duschgels, Shampoos oder Peelings.

Stoffe wie Polypropylen und Polyethylenterephthalat haben sich zunehmend als schädlich im Körper erwiesen und werden dennoch häufig verwendet (1). Feine Partikel, die aus Pflanzen oder anderen organischen Produkten wie Muscheln, Mandeln oder Eierschalen gewonnen werden, sind viel weicher und sanfter für die Haut, ganz zu schweigen von der Umweltfreundlichkeit.

Das chemische Peeling

Eine weitere beliebte Exfoliationstechnik ist das chemische Peeling. Tatsächlich ist es das dritthäufigste nicht-invasive kosmetische Verfahren, das in den Vereinigten Staaten durchgeführt wird (2). Je nach Eindringtiefe in die Haut können unterschiedliche Ergebnisse erzielt werden. Ein oberflächliches Peeling wird beispielsweise bei Hauterkrankungen wie komedogener oder kosmetisch bedingter Akne, oberflächlicher Pigmentierung (Melasma) sowie bei Lichtschäden empfohlen. Mitteltiefe Peelings dringen in die papilläre Dermis (den mittleren Teil der Haut) ein und eignen sich zur Reduktion von oberflächlichen Narben und kleinen Fältchen.

Tiefe Peelings können bei starker Hautalterung sowie zur Behandlung tiefer Falten und ausgeprägter Narben eingesetzt werden, da sie bis in die retikuläre Dermis (die tiefe Mittelschicht) eindringen. Obwohl mitteltiefe und tiefe chemische Peelings risikoarme Verfahren sind, dürfen beide nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden (3).

Darauf sollte bei der Anwendung eines Peelings besonders geachtet werden:

Es ist äußerst wichtig, ein Peeling zu verwenden, das die gewünschte Wirkung auf die Haut hat, ohne sie zu schädigen. Ein zu starkes oder unnötig tiefes Peeling schädigt die darunter liegenden Schichten, was zu Narbenbildung, Infektionen, Reizungen und anschließender Pigmentierung führen kann (4). Vorsicht ist geboten bei der Einnahme von oralen Kontrazeptiva: Bei diesen besteht ein erhöhtes Risiko für eine Hyperpigmentierung nach dem Peeling.

Aus diesem Grund sollte das chemische Peeling nicht unmittelbar vor einer starken UV-Exposition durchgeführt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass in den Sommermonaten eine Sonnenexposition nach dem Peeling vermieden wird, oder die Behandlung sollte z. B. vor einem geplanten Urlaub in sehr sonnigen Regionen ganz vermieden werden.

Hautpflege nach einem Peeling

Nach einer Peeling-Behandlung, sei es durch ein mechanisches Peeling oder auf andere Weise, ist die Haut durchlässiger und kann die Wirkstoffe in Hautpflegeprodukten, wie Vitamin C oder Hyaluronsäure, besser aufnehmen. Obwohl diese Substanzen ihre wohltuenden Eigenschaften durch ein tieferes Eindringen in die Haut entfalten, ist zu beachten, dass es bei der Anwendung direkt nach dem Peeling immer noch zu leichtem Brennen und Irritationen kommen kann, da diese Substanzen milde Säuren sind. Es ist wichtig, die Patienten über diese minimale, aber relevante Komplikation angemessen zu informieren.

Das Peeling für Zuhause

Zu Hause kann ein mildes mechanisches Peeling regelmäßig ein- bis zweimal pro Woche durchgeführt werden. Bei der Auswahl einer Peelingcreme für den persönlichen Gebrauch ist es wichtig, nach einer kosmetischen Formulierung zu suchen, die organische Peelingpartikel verwendet und feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe enthält, um unnötige Hautreizungen zu vermeiden.

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Literaturverzeichnis

  1. Anderson AG, Grose J, Pahl S, Thompson RC, Wyles KJ. Microplastics in personal care products: Exploring perceptions of environmentalists, beauticians and students. Mar Pollut Bull. 2016 Dec 15;113(1-2):454-460. doi: 10.1016/j.marpolbul.2016.10.048. Epub 2016 Nov 8.
  2. Soleymani T, Lanoue J, Rahman Z. A Practical Approach to Chemical Peels: A Review of Fundamentals and Step-by-step Algorithmic Protocol for Treatment. J Clin Aesthet Dermatol. 2018 Aug;11(8):21-28. Epub 2018 Aug 1.
  3. Rendon MI, Berson DS, Cohen JL, Roberts WE, Starker I, Wang B. Evidence and considerations in the application of chemical peels in skin disorders and aesthetic resurfacing. J Clin Aesthet Dermatol. 2010 Jul;3(7):32-43.
  4. Vemula S, Maymone MBC, Secemsky EA, Widjajahakim R, Patzelt NM, Saade D, Vashi NA. Assessing the safety of superficial chemical peels in darker skin: A retrospective study. J Am Acad Dermatol. 2018 Sep;79(3):508-513.e2. doi: 10.1016/j.jaad.2018.02.064. Epub 2018 Mar 5.

Wie wird trockene Haut behandelt?

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Trockene Haut ist weit mehr als nur ein rein kosmetisches Problem. Sie kann zu unangenehmen Symptomen wie Pruritus (Juckreiz) und einem brennenden Gefühl führen. Durch Kratzen an der Haut bilden sich winzige Läsionen, in die Bakterien eindringen können. Der medizinische Fachausdruck für trockene Haut ist "Xerosis cutis", wobei die gesamte Hautoberfläche betroffen sein kann, oder die Trockenheit auf einen bestimmten Bereich, wie z. B. die Hände oder das Gesicht, beschränkt sein kann.

Ursachen trockener Haut

Von trockener Haut sind in Deutschland über 10 Millionen Menschen betroffen, vor allem Kinder und ältere Menschen. Xerosis cutis ist auch ein Begleitsymptom vieler dermatologischer, aber auch internistischer oder neurologischer Erkrankungen (1). Aber auch eine unsachgemäße Hautpflege oder zu häufiges Duschen kann eine Ursache für trockene Haut sein. In einer Studie mit 756 Patienten zeigte die Xerosis cutis eine Prävalenz von 56,6 % (2). Es zeigte sich eine statistisch signifikante Zunahme des Auftretens bei älteren und/oder weiblichen Patienten.

Welche Behandlung wird für Xerosis cutis empfohlen?

Da trockene Haut als akutes oder chronisches Problem auftreten kann, sollte die tägliche Pflegeroutine den Bedürfnissen der Haut optimal angepasst werden. Es wird empfohlen, die Haut regelmäßig einzucremen, insbesondere nach dem Duschen. Die verwendeten Cremes sollten hypoallergen und rückfettend sein. Je trockener die Haut ist, desto höher sollte der Fettgehalt (z. B. Wasser-in-Öl-Formulierung) sein.

Begleitsymptome wie Schuppenbildung oder Rötungen der Haut sollten bei der Wahl des Pflegeprodukts berücksichtigt werden. Ceramidhaltige Produkte bieten eine gute Grundlage für die Hautpflege. Eine Studie zeigte, dass bereits die einmalige Anwendung einer ceramidhaltigen Feuchtigkeitscreme den Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöhte und den trans-epidermalen Wasserverlust bei älteren Patientinnen reduzierte (3).

Öle zur Behandlung von trockener Haut

Die Wiederherstellung der natürlichen Lipidbarriere der Haut kann durch die lokale Anwendung von Ölen erreicht werden. Öle bilden eine Schutzschicht über der Haut und helfen, die Verdunstung von Feuchtigkeit aus den oberen Zellschichten zu verhindern. Ein häufig verwendetes und gut verträgliches Beispiel ist Olivenöl. Schon antike Kulturen nutzten Olivenöl für Zwecke der Schönheitspflege.

Reine Öle können jedoch komedogen wirken und sogar zu Hautunreinheiten führen. Aus diesem Grund ist es besser, eine Mischung aus verschiedenen Fetten zu verwenden, die zu einer Creme verarbeitet sind. Diese Cremes bestehen sowohl aus einer wasserbasierten (hydrophilen) als auch aus einer fettbasierten (lipophilen) Komponente. Die Textur der Cremes ermöglicht ein schnelleres Einziehen in die Haut und hinterlässt, je nach Zusammensetzung, einen Schutzfilm auf der Hautoberfläche. 

Die richtige Hautpflege bei trockener Haut

Generell sollte die Hautpflege an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Bei starker Schuppenbildung sollte z.B. ein harnstoffhaltiges Präparat in Verbindung mit einer alipidrückfettenden Komponente verwendet werden. Idealerweise sollte man seine Haut täglich eincremen.

Dies ist vor allem nach dem Duschen wichtig, da Seifen und Duschgels die schützende Lipidbarriere entfernen und die Haut dadurch an Feuchtigkeit verliert. Bei regelmäßiger Anwendung führt eine gute Pflegeroutine dazu, dass sich die trockene Haut innerhalb kurzer Zeit zurückbildet.

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Was hilft gegen Akne?

Akne, welche auch als Akne vulgaris bezeichnet wird, stellt eine der häufigsten Hauterkrankungen in der Dermatologie dar. Unbehandelt breitet sich die Akne weiter aus und...

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Literaturverzeichnis

1: Augustin M1, Wilsmann-Theis D2, Körber A3, Kerscher M4, Itschert G5, Dippel M6, Staubach P7. Diagnosis and treatment of xerosis cutis - a position paper. J Dtsch Dermatol Ges. 2019 Nov;17

2: Paul C1, Maumus-Robert S, Mazereeuw-Hautier J, Guyen CN, Saudez X, Schmitt AM., Prevalence and risk factors for xerosis in the elderly: a cross-sectional epidemiological study in primary care. Dermatology. Epub 2011 Nov 22.

3: Lueangarun S1, Tragulplaingam P1, Sugkraroek S2, Tempark T3. The 24-hr, 28-day, and 7-day post-moisturizing efficacy of ceramides 1, 3, 6-II containing moisturizing cream compared with hydrophilic cream on skin dryness and barrier disruption in senile xerosis treatment. Dermatol Ther. 2019 Nov;