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Abnehmen durch Injektionslipolyse?

Die Injektionslipoyse ist eine beliebte Behandlung in der ästhetischen Medizin, welche zur gezielten Beseitigung kleiner bis mittlerer Fettpölsterchen angewandt wird. Es handelt sich um eine minimal-invasive Behandlung ohne operativen Eingriff und eignet sich zur Entfernung kleiner Fettdepots, z.B. im Gesicht, den Armen, Beinen oder im Bauchbereich.  

Was ist eine Injektionslipolyse?

Eine Lipolyse Behandlung ist eine beliebte Methode, um Fettdepots zur beseitigen und so die Körperformung zu beeinflussen. Besonders gern genutzt wird die Behandlung für Fettpolster, welche sich auch mit Sport oder Diäten nur schwer angreifen lassen, wie z.B. dem Doppelkinn. Die Injektionslipoyse, auch „Fettwegspritze“ genannt, stellt allerdings keine Alternative zu einer Fettabsaugung oder allgemeinen Gewichtsabnahme dar, sondern ist nur für kleine Fettpolster geeignet.  

Wie funktioniert die Fettwegspritze?

Nach der Beratung und Aufklärung des Patienten wird der zu behandelnde Bereich markiert und desinfiziert. Mit Hilfe einer dünnen Injektionsnadel (28-30 Gauge) wird das Lipolyse-Präparat in gleichmäßigen Abständen in das Fettgewebe injiziert.  

Einleitung zur Lipolyse

Die Injektionslipolyse nutzt spezifische Wirkstoffe, üblicherweise Phosphatidylcholin und Desoxycholsäure, um gezielt in Fettzellen einzugreifen. Diese Substanzen initiieren eine biochemische Reaktion innerhalb der Fettzellen, die zur Auflösung der Zellmembran der Fettzellen führt und das enthaltene Fett in den Blutkreislauf freisetzt. 

Transport der freigesetzten Fettsäuren

Die freigesetzten Fettsäuren gelangen aus den behandelten Fettzellen in den Blutkreislauf, wo sie sich mit dem Transportprotein Albumin verbinden. Auf diese Weise werden die Fettsäuren mobilisiert und über die Leber verstoffwechselt. 

Fettverbrennung durch den Stoffwechsel

Die Fettsäuren, die im Blut zirkulieren, können von verschiedenen Geweben des Körpers aufgenommen werden und in den Mitochondrien metabolisiert werden. Dort wird das Fett in Energie umgewandelt, die der Körper nutzen kann. So wird das Fett der aufgelösten Zellen nach und nach abgebaut.  

Kontinuierlicher Prozess

Die Fettverbrennung ist ein kontinuierlicher Vorgang im Körper, der immer dann stattfindet, wenn Energie benötigt wird. Dies bedeutet, dass die freigesetzten Fettsäuren nicht nur unmittelbar nach der Injektionslipolyse verbrannt werden, sondern kontinuierlich im Laufe der Zeit, wenn der Körper Energie benötigt. 

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Langfristige Reduktion des Fettgewebes

Durch den Abbau der behandelten Fettzellen mittels Injektionslipolyse und die schrittweise Verbrennung der freigesetzten Fettsäuren erfolgt eine langfristige Reduktion des Fettgewebes in den behandelten Bereichen. Dies führt zu sichtbaren Ergebnissen und einer verbesserten Körperkontur über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg. Das Ergebnis einer Injektionslipolyse ist meist nach etwa 4-6 Wochen sichtbar zu erkennen.  

Welche Präparate gibt es? Lemon Bottle, Dermastabilon und Co.

Was sind Risiken und Nebenwirkungen der Fettwegspritze?

In der Regel ist die Injektionslipolyse ein schmerzarmer Eingriff und für die meisten Patient*innen gut verträglich. In Einzelfällen kann es durch den Einstich und die Reaktion im Körper zu folgenden Nebenwirkungen kommen:  

  • Juckreiz  
  • Druckschmerzen  
  • Brennen  
  • Schwellungen  
  • Rötungen  
  • Blutdruckabfall  
  • Schwindel und Kreislaufprobleme  
  • Blutergüsse  
  • Infektionen (sehr selten) 

Für wen ist die Behandlung nicht geeignet?

Für folgende Personen bzw. Kontraindikationen ist von einer Behandlung abzuraten:  

  • Soja-Allergie (Ausnahme Präparat Aqualyx)  
  • Störungen der Blutgerinnung  
  • diabetische Angiopathie  
  • schwere Lebererkrankung, Niereninsuffizienz   
  • Herz-Kreislauferkrankungen  
  • Allgemeine internistische Erkrankungen  
  • entzündliche Bindegewebserkrankungen  
  • Autoimmunerkrankungen  
  • massives Übergewicht 
  • Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren  
  • Schwangerschaft und Stillzeit  
  • Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (z. B. ASS, Marcumar) 

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Verfasst von MEDILOGIN